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Ordentlich Neuschnee in der Schweiz

Es hat wirklich eine Weile gedauert, bis der Winter in Fahrt gekommen ist. Spätestens seit zwei Wochen ist er aber so richtig da. Beachtliche 117 Zentimeter Neuschnee lagen in Maloja, etwa 100 Zentimeter in San Bernadino und um die 69 Zentimeter in Sils-Maria. Doch nicht nur in Graubünden liegt massig frischer Schnee, auch Simplon Dorf im Wallis und Andermatt im Uri verzeichneten um die 50 Zentimeter Neuschnee. Erfahrene Skifahrer wissen: So viel Neuschnee gepaart mit Temperaturschwankungen sorgt schnell für Lawinengefahr. Deshalb besteht aktuell nahezu im gesamten Alpenraum Lawinengefahr. Abseits der gesicherten Pisten sollte sich deshalb momentan niemand aufhalten.

Zwei Skifahrer mussten das kürzlich bereits am eigenen Leib erleben. Die Männer ignorierten scheinbar die Warnungen der Pistenwacht und gerieten kurz unterhalb des Gipfels des Piz Nair bei St. Moritz in eine Lawine. Einer der beiden Deutschen konnte von einem anderen Skifahrer geborgen werden, der andere lag über eine halbe Stunde unter der Schneedecke begraben, bevor er schwerverletzt mit einem Helikopter ins Spital geflogen werden konnte. (NZZ - Bericht)
Letztlich erlag der Mann den Folgen des Unfalls</a>. Auch die Straßen waren teilweise so stark zugeschneit, dass das Engadin nur schwer mit dem Auto erreichbar war. Inzwischen sind die Straßen aber wieder befahrbar.

Richtiges Verhalten bei Lawinengefahr

Jedes Jahr aufs Neue warnen die entsprechenden Dienste vor der Lawinengefahr, und jedes Jahr aufs Neue verunglücken Menschen im Zusammenhang mit einem Lawinenabgang. Selbst wer sich nicht außerhalb der gesicherten Pisten bewegt, kann Zeuge eines Unglücks werden und kommt so schnell in die Situation, hilfe leisten zu müssen. Besteht die Gefahr einer weiteren Lawine, sollten aber nur sehr erfahrene Wintersportler helfen. Besteht keine akute Lawinengefahr, muss geholfen werden – alles andere wäre unterlassene Hilfeleistung. Zunächst sollte aber immer die zuständige Bergwacht informiert werden.

via Wikimedia Commons  
In der Regel sollte sie nach einem Lawinenabgang in Pistennähe aber bereits unterwegs sein.
Die Pistenwacht kann dann dank moderner Ortungsgeräte schnell ausmachen, wo der begrabene Skifahrer liegt. Wer (auch abseits der Piste) Ski fährt, sollte stets gut vorbereitet sein und nicht nur die körperlichen Voraussetzungen schaffen, um verletzungsfrei zu bleiben.
Inzwischen gibt es viele Hilfsmittel, die im Ernstfall Leben retten können. Am besten bewährt haben sich Lawinenbälle und Lawinenairbags. Beide funktionieren nach demselben Prinzip: Der Lawinenball befindet sich an einer Leine am Rucksack und schwimmt somit quasi oben auf der Lawine. So kann der verschüttete Skifahrer schnell ausgemacht werden. Der Lawinen Airbag befindet sich direkt am Rucksack und hält den Fahrer auf einer Lawine oben. Beide werden im Notfall per Reisleine aktiviert.
Dennoch: Einhundertprozentige Sicherheit gibt es nie!
Bild: © By Coronium (Own work)
CC BY-SA 3.0 - via Wikimedia Commons